Unsere Top 5 Herbstbiere zum Selberbrauen

Der Herbst ist da! Vor der Tür färben sich die Blätter bunt, die Abende werden wieder länger – und auch die Biere in unseren Gläsern dürfen langsam wieder dunkler und kräftiger werden. Denn während im Sommer vor allem leichte, spritzige Biere gefragt sind, passen jetzt malzige, karamellige und röstige Aromen besonders gut zur Jahreszeit.

Das liegt nicht nur an der Farbe: Dunklere Malze bringen je nach Röstgrad ganz unterschiedliche Geschmacksnoten ins Bier – von Brotkruste, Karamell und Toffee über Nüsse und Trockenfrüchte bis hin zu Kaffee und dunkler Schokolade. Dazu kommen häufig ein etwas vollerer Körper und eine zurückhaltendere Hopfenbittere. Perfekt also für einen gemütlichen Herbstabend.

Und das Beste: Viele dieser Bierstile lassen sich auch zu Hause hervorragend brauen. Wir haben deshalb unsere Top 5 der herbstlichen Bierstile zum Selberbrauen zusammengestellt – vom süffig-malzigen Festbier bis zum außergewöhnlichen Pumpkin Ale für die ersten richtig kalten Abende.

Festbier

Vor allem im Süden Deutschlands ist die Herbstzeit unmittelbar mit dem Oktoberfest verbunden. Dort wird klassischerweise Märzen bzw. Festbier ausgeschenkt. Dieser Bierstil ist bernstein- bis kupferfarben und zeichnet sich durch einen starken Malzcharakter, eine hohe Süffigkeit und ein paar Umdrehungen mehr aus. Genossen wird es zum Oktoberfest natürlich aus dem Maßkrug, sonst auch aus dem Tonkrug, Bierseidel oder Becher.  

Kauftipps: Oktober Fest-Märzen der Brauerei Aying Franz Inselkammer, Urmärzen der Brauerei Knoblach, Huppendorfer Märzen von Huppendorfer Bier Andreas und Johannes Grasser

So braust Du Dein eigenes Festbier

Festbier ist als als Braubox und Nachfüllpaket für die Braubox erhältlich.

Altbier

Ein „Prost“ nach Düsseldorf! Altbier und die Stadt am Rhein, das gehört untrennbar zusammen. Beim Altbier handelt es sich um einen obergärigen, malzbetonten Bierstil mit einer kupferroten bis braunen Farbe, einer nussig-karamelligen Aromatik und einer feinen Hopfenherbe. Diese Kombination sorgt für eine „hohe Drinkability“ des Bieres, wie man so schön sagt – es ist also süffig und geht runter wie nix. Im Ausland wird Altbier häufig als „German Brown Ale“ bezeichne. Getrunken wird es allerdings nicht aus einem Pint-Glas, sondern ganz klassisch aus einem Altbierbecher.

Kauftipps: Schumacher Latzenbier, Original Schüssel der Hausbrauerei Zum Schlüssel, Ratinger Alt, Old School Ale Altbier von Superfreunde, Doppel-Alt von Giesinger Bräu

So braust Du Dein eigenes Altbier

In unserem  Buch „Der Ultimative Brau-Guide“ findest Du neben 19 weiteren Brau-Rezepten auch ein ausführliches Rezept für ein Düsseldorfer Alt.

Dunkles Weizenbier

Neben dem Pumpkin Ale ist das dunkle Weizenbier für uns das Herbstbier überhaupt: Die sommerlich-fruchtigen Aromen eines klassischen hellen Weißbieres – z.B. von Banane und Aprikose – sind deutlich präsent. Der Sommer hat das Bierglas also noch nicht ganz verlassen, durch die Zugabe von dunklen Karamellmalzen zieht aber auch der Herbst ins Glas ein: Sie färben einerseits das Bier herbstlich kupferrot bis braun, andererseits zaubern sie Aromen von Toffee, Karamell und je nach Röstgrad sogar etwas Kaffee ins Bier. Wir sagen: Dieser Bierstil ist wie ein sonnig-warmer Herbstspaziergang im Glas!

Kauftipps: Dunkles Weizenbier der Brauerei Gutmann, Hefeweissbier Dunkel von Weihenstephan, Wilderer Weisse von Camba

So braust Du Dein eigenes dunkles Weizenbier

Dunkles Weizenbier ist als Nachfüllpaket  für die Braubox erhältlich.

Red Ale

Rot wie das Herbstlaub vor dem Fenster: Das Red Ale trägt seine Farbe schon im Namen. Ursprünglich stammt der Stil aus Irland, wo er als „Irish Red Ale” bis heute zum Pub gehört wie das dunkle Stout am Zapfhahn daneben. Verantwortlich für den kupfer- bis rubinroten Schimmer sind Karamell- und Röstmalze, die dem Bier gleichzeitig sein Aromaprofil verpassen: Toffee, Butterkaramell, ein Hauch Brotkruste und im Abgang eine feine Röstnote. Der Hopfen hält sich dabei vornehm zurück – hier darf das Malz reden. Das Ergebnis ist ein mittelkräftiges, unfassbar süffiges Bier, das mit seinen moderaten Umdrehungen auch am zweiten Glas noch Spaß macht. Übrigens: Die amerikanische Verwandtschaft, das „American Red/Amber Ale”, packt deutlich mehr Hopfen obendrauf – wer es fruchtig-herber mag, wird dort fündig.

Kauftipps: O’Hara’s Irish Red von der Carlow Brewing Company, Smithwick’s Red Ale, Murphy’s Irish Red

So braust Du Dein eigenes Red Ale

Dunkles Weizenbier ist als Nachfüllpaket  für die Braubox erhältlich.

Pumpkin Ale

In den USA haben Kürbisbiere eine lange Tradition und werden bei ihren Fans sehnsüchtig erwartet, denn sie werden nur für kurze Zeit in der Herbstsaison gebraut. Sie sind aber auch nicht jedermanns Sache – wie immer, wenn der Brauer etwas ins Bier mischt, das den klassischen Biertrinker geschmacklich fordert. Die Aromen von Pumpkin Ales können variieren, der Kürbis verleiht dem Bier aber in der Regel ein erdiges, toastiges, nussiges und manchmal auch leicht süßliches Aroma. Im Grunde ähnlich wie im Ofen gebackener Kürbis. Manchmal werden Pumpkin Ales zusätzlich mit Zimt, Nelken, Piment oder Muskatnuss eingebraut oder gestopft.

Die Idee hinter dem Bier ist einfach: Malz wird durch Kürbis ersetzt. Ausgehend davon kann der Kürbis beim Brauen auf unterschiedlichste Art eingesetzt werden: Angeröstet als Teil der Maische (siehe Rezeptbox unten), ausgepresst als Saft oder als Kürbismus, mit oder ohne Kerne. Dabei ersetzt der Kürbis nie das komplette Malz, sondern dient lediglich als aromatischer Side-Kick, der sich im besten Fall nicht zu sehr in den Vordergrund drängt. 

Kauftipps: BrewDog Pumpkin Rush Spiced Ale, Drunkin Pumpkin von Sudden Death Brewing Company, Pumpkin Ale von Steamworks 

So braust Du Dein eigenes Pumpkin Ale

Als Basisrezept sollte ein Bierstil gewählt werden, der vom Aromaprofil her mit Kürbis harmoniert: Malzig, karamellig bis röstig und ohne dominante Hopfenaromen. Willst Du ein Pumpkin Ale mit der Braubox brauen, bietet sich als Basis unser „Dunkles“ (als Braubox und Nachfüllpaket erhältlich) oder „Festbier“ (als Braubox und Nachfüllpaket erhältlich) an. Zusätzlich benötigst Du das Fruchtfleisch eines halben mittelgroßen Hokkaido-Kürbisses (ohne Kerne). Dieses schneidest Du in ca. 3 cm große Würfel und backst diese etwa 20 Minuten lang bei 180 °C (Ober/Unterhitze) im Backofen. Die Würfel sollten an der Oberfläche karamellisieren. Anschließend stampfst Du die Würfel grob und gibst sie in die Maische: Entweder zusätzlich zu der gesamten Malzmenge, oder – wenn Dein Pumpkin Ale eher nicht so viele Umdrehungen haben soll – als Ersatz für einen Teil des Malzes. 

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